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03.06. - 05.06. 2006
"La Ronde de
Chartres" in Speyer
Pfingsten wieder Treffen mit den Speyerer Donaudeutschen
"Treffpunkt Speyer" hieß
es wieder einmal mehr zu Pfingsten bei den Speyerer Donaudeutschen
und sie erwarteten ihre Freunde von der Volkstanzgruppe "La
Ronde de Chartres" aus Speyers Partnerstadt Chartres/Frankreich,
die südlich von Paris liegt. Seit einigen Jahrzehnten dauern
nun diese Kontakte und die Freundschaften an und wieder einmal mehr
konnten alle Beteiligten am Ende der Besuchstage sagen: "Wir
haben herrliche, gemeinsame Tage erlebt, viel Spaß miteinander
gehabt und die Freundschaften wurden wieder weiter vertieft".
Die Gäste aus Frankreich kamen
am frühen Pfingstsamstagmorgen in Speyer am Haus Pannonia an
und wurden mit einem reichhaltigen Frühstück in Empfang
genommen. Dieses Frühstück hat schon inzwischen Tradition,
genauso wie die Privatunterkünfte und dadurch zustande gekommenen
familiären Kontakte. Nach diesem Frühstück ging es
dann in die Familien, wo dann Zeit war für die persönlichen
Gespräche und Unternehmungen in Speyer und Umgebung. Auch das
Mittagessen wurde in die Familien gelegt. Die Speyerer Donaudeutschen
hatten sich wieder ein tolles Programm ausgedacht. Dieses startete
dann am Samstagnachmittag mit einer Stadtführung unter dem
Motto: "Speyer einmal ganz anders". Diese Führung,
in französischer Sprache organisiert, streifte die vielen Sehenswürdigkeiten
in Speyers Innenstadt und Altstadt und es waren kleine Zwischenstationen
eingerichtet zum Rasten und Verschnaufen, wo Kaffee und Kuchen oder
ein kühles Getränk auf die Gäste wartete. Nach etwa
drei Stunden erreichte man in Speyers Innenstadt einen alten Gewölbekeller,
herrlich hergerichtet und ausgestattet. Dieser Keller war dann das
Domizil für den restlichen Abend. Hier hatten die Speyerer
einen gemeinsamen Abend vorbereitet. Eine edle Wein- und Käseprobe
stand auf dem Programm. Zunächst aber musste man sich stärken
für den Abend und die "Haus-Pannonia-Küche"
hatte ein kräftiges Hinkelspaprikasch vorbereitet als gute
Unterlage für diesen Weinabend. Nach diesem Abendessen kredenzte
"Jacques-Weindepot" aus Speyer verschiedene edle Tropfen
aus seinem Sortiment. Weine aus ganz Europa kamen auf den Tisch
und dazwischen immer, jeweils passend, wurden Käsevariationen
Marke "Haus-Pannonia-Küche" zum Brot gereicht. Die
Weinprobe sowie die Käseprobe wurden humoristisch besprochen,
sodass die Chartrener Gäste und die Speyerer Gastgeber viel
Spaß und Freude an diesem Abend hatten. Schon zu fast mitternächtlicher
Stunde machte man sich auf den Heimweg, wo ebenfalls noch der eine
oder andere Bissen zu sich genommen wurde und mit Sicherheit noch
das eine oder andere Glas beim familiären Gespräch vor
dem zu Bett gehen geleert wurde.
An Pfingstsonntag wurde auch in den
Familien gefrühstückt. Gegen Mittag traf man sich dann
im benachbarten Dorf Dudenhofen, dem Zentrum des Spargelanbaus in
der Pfalz, zum gemeinsamen Mittagessen in der dortigen Festhalle.
Natürlich wurde dem Spargel zugesprochen, ist man doch mitten
in der Erntezeit dieses herrlichen Gemüses. Nach dem Mittagessen
(es mundete allen hervorragend) nahmen die beiden Trachtengruppen
aus Chartres und Speyer in Dudenhofen an einem historischen Umzug
teil. Dudenhofen feierte an diesem Wochenende sein 850jähriges
Bestehen und dieser Umzug sollte durch 850 Jahre Gesichte führen,
was thematisch den beiden Trachtengruppen von der Historie her auf
den Leib geschrieben war. Nach dem Umzug ging dann die Fahrt zurück
nach Speyer in das Haus Pannonia. Dort hatte man einen Grillabend
mit Spießbraten, Bratwürsten und vielen Salaten vorbereitet.
Eigentlich hätte dieser Grillabend an der nahegelegenen deutschen
Weinstraße stattfinden sollen, da aber die Temperaturen dieses
Tages dieses Vorhaben nicht zuließen, hat man kurzer Hand
umdisponiert und das windgeschützte Haus Pannonia gewählt.
Es entwickelte sich recht schnell ein geselliger und lustiger Abend
bei gutem Essen und Trinken und man hatte zusammen sehr viel Spaß
miteinander. Erst gegen Mitternacht ging man wieder nach Hause und
dort wurde noch weiter gefeiert, ehe man zu Bett ging.
Am Pfingstmontag war für die Chartreiner
Gäste dann schon wieder Abreisetag. Aber zunächst traf
man sich zum Brunch im Haus Pannonia. Die ersten Gänge dieses
Brunchs waren genossen, da hatte sich die Gruppe aus Chartres dazu
entschlossen, noch Spargeln einzukaufen. Also fuhr ihr Bus kurzerhand
in den Nachbarort, um diese Wünsche zu erledigen. Nach ihrer
Rückkehr ging es dann mit dem Essen weiter und so konnte man
sich noch in Ruhe und Gemütlichkeit unterhalten, ehe der Besuch
leider schon sein Ende fand. Abschließend meldeten sich die
beiden Vorsitzenden der Vereinigungen, Genoveva Billet aus Chartres
und Siegfried Liebel aus Speyer, zu Wort. Beide bekräftigten
den Willen zum Fortbestehen der jahrzehnte alten Freundschaft beider
Gruppen und inzwischen auch vieler Familien. Madame Billet sprach
auch jetzt schon eine Einladung für Pfingsten 2007 nach Chartres
aus, wo die Donaudeutsche Trachtengruppe ihr tänzerisches Können
in der Innenstadt von Chartres zeigen soll. "Die Stadt Chartres
lädt die Speyerer Donaudeutschen ein und freut sich heute schon
auf ihr Auftreten und Erscheinen bei einem Fest, das zu Pfingsten
2007 von der Stadt Chartres organisiert wird" sagte Madame
Billet abschließend. Liebel gab zum Ausdruck, dass man sich
heute schon wieder auf den Besuch und die Kontakte in Chartres Pfingsten
2007 freue und kulinarische wie künstlerische Geschenke wechselten
ihre Besitzer als Erinnerung an dieses Zusammentreffen.
Nun hieß es aber endgültig,
Abschied zu nehmen. Hatten doch die Gäste aus Chartres noch
eine etwa 8-9stündige Busfahrt vor sich und die Meisten mussten
am nächsten Tag schon wieder ihrer Arbeit nachgehen. Herzlich
war der Abschied und eines ist heute schon für Jeden klar -
2007 sehen wir uns wieder in Chartres!
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